Verschiedene Arten der Satelliten-Antennen

Gegenüberstellung einer Sat-Schüssel mit einer Sat-Flachantenne.

Der Empfang von Fernsehen über Satellit ist sehr beliebt und weit verbreitet. Wie bei fast allen Techniken gibt es dabei verschiedene Arten, wie man das Signal empfangen kann. Bei Satelliten-TV liegt der Unterschied nicht im Signal an sich, sondern in der Art der Antenne. Es gibt die herkömmlichen Satellitenschüsseln und die neuartigen Flachantennen.

Die Sat-Schüssel

Die klassische Satellitenschüssel besteht aus dem Parabolspiegel mit einem bestimmten Durchmesser x in Zentimetern und aus dem sogenannten LNB. Je größer die Schüssel ist, desto besser ist der Empfang. Unter 80 Zentimeter Durchmesser sollte man keine Sat-Schüssel erwerben.

Der LNB ist der Empfangskopf. Er ist auf die Mitte der Schüssel gerichtet, während die Schüssel auf den Satelliten gerichtet ist. Die Signale aus dem Orbit werden so gebündelt auf den LNB geschickt. Dann werden diese von dem LNB* an ein Multiswitch weitergeleitet, und von dort aus gelangt das Signal zum Receiver. In diesem werden die Signale letztlich wieder zu einem Bild und passenden Ton umgewandelt, so daß man das Fernseh- oder Radioprogramm genießen kann.

Manche LNBs haben diesen Multiswitch schon integriert. Es handelt sich dabei dann nicht um ein Quattro LNB, sondern um ein Quad LNB.

Die Sat-Flachantenne

Eine Flachantenne besteht im direkten äußerem Vergleich mit einer Satellitenschüssel zunächst nur aus einem Gehäuse, meist aus einem weißen oder hellgrauen Kunststoff, damit dieses sich in der Sonne nicht zu stark erhitzt. Direkt in diesem Gehäuse ist ein spezielles LNB verbaut, das das Satellitensignal empfängt.

Gegenüber früheren Modellen muß man heute keine Angst mehr haben, daß mit einer Flachantenne nur ein schlechterer Empfang gegenüber einer Sat-Schüssel möglich ist. Diese Zeiten sind längst vorbei. Heutigen Modellen machen auch Starkregen oder Schneefall nichts mehr aus.

Vorteile der Flachantenne

Der große Vorteil der Sat-Flachantenne gegenüber einer klassischen Satellitenschüssel ist die Größe. Im Verhältnis zu einer Sat-Schüssel benötigt die Flachantenne bedeutend weniger Platz. Abmessungen von 5,8 x 51,7 x 27,7 cm bei 4,3 kg Gewicht sind die Regel. Dadurch ist eine Installation auch dann möglich, wenn eine Sat-Antenne zu viel Platz wegnehmen würde oder der Vermieter keine sichtbaren Antennen an seiner Immobilie duldet.

So kann man die Flachantenne quasi ganz praktisch in einen Blumenkasten integrieren. Das spart Platz und funktioniert trotzdem hervorragend, solange keine großen Blätter einen Schatten auf die Antenne werfen und somit den Empfang stören.

Sat-Flachantenne neben dem Blumenkasten
Sat-Flachantenne neben dem Blumenkasten

Die Sat-Flachantenne kann aufgrund ihrer geringen Größe und ihres geringen Gewichts auch auf dem Balkon relativ sichtgeschützt angebracht werden. Bei Bedarf kann man noch zusätzlich eine Folie auf der Antenne anbringen, so daß diese vor einer Klinkerwand gar nicht mehr auffällt. Ein Vermieter wird gegen solch eine Antenne nichts einzuwenden haben.

Einsatzgebiete

Die herkömmliche Satellitenschüssel ist besonders für den Einsatz an eigenen Häusern oder Wohnungen geeignet und wo diese nicht mobil eingesetzt werden muß. Da die Antennen relativ groß und schwer sind ist häufig nur eine umständliche Installation der Sat-Antenne auf dem Dach möglich.

Eine Flachantenne eignet sich besonders Mieter zur Installation auf dem Balkon oder auch fürs Campen. Die flachen Antennen lassen sich schnell aufbauen und ausrichten und sind daher auch sehr mobil.